Kapitalgrenze geknackt – Alle Zeichen auf Grün für die Barbara Stiftung

Pulheim – von Maria Machnik

Sie haben sich mächtig ins Zeug gelegt. Nun ist klar: Der Gründung der Barbara-Stiftung steht nichts mehr im Weg.

Um ihr Vorhaben überhaupt auf den Weg bringen zu können, haben Vertreter der katholischen Kirchengemeinde St. Kosmas und Damian – des Pfarrgemeinderates und des Kirchenvorstandes – in den vergangenen Monaten 35 000 Euro gesammelt. „Die Grenze, die wir knacken mussten, lag bei 25 000 Euro“, sagt Vorstandsmitglied Bernd Rolfes. Da es gelungen ist, das Stiftungskapital aufzubringen, erhält die Stiftung vom Erzbistum Köln noch einmal die gleiche Summe – 25 000 Euro.

Hilfe vom Erzbistum

Der Grund: Die Kölner Behörde unterstützt momentan eine limitierte Zahl an Stiftungsinitiativen. Eben auch die Barbara-Stiftung aus Pulheim, die nach der heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute benannt ist. Das gilt als sicher. Denn: „Der Antrag beim Erzbistum Köln ist gestellt“, die Unterlagen seien komplett, „das haben wir schriftlich. Der Gründung steht nichts mehr im Weg“.

Damit, dass Vorstand und Kirchengemeinde die Stiftungsgründung noch in diesem Jahr feiern werden, rechnet Bernd Rolfes nicht. „Wir warten jetzt auf zwei formale Schritte: Die Bezirksregierung Köln muss die Satzung genehmigen und die Oberfinanzdirektion das Gemeinnützigkeits-Siegel vergeben.“ Für den 15. und 16. Januar sei das Neujahrstreffen der Gemeinde geplant. „Wir hoffen, dass wir dann auch die Gründung der Stiftung feiern können.“

In den vergangenen Monaten hatten sich die Vorstandsmitglieder voll und ganz auf die Aufgabe konzentriert, die 25 000 Euro aufzubringen. Phasenweise sei es schwierig gewesen, aber alles in allem sei es gut gelaufen. Die mit 10 000 Euro größte Spende verdanken die Vorstandsmitglieder einer Pulheimer Familie. Vereinzelt hätten Gemeindemitglieder auf Geburtstagsgeschenke verzichtet. „So haben wir ein paar Mal 2000 Euro bekommen.“

Eines freut Bernd Rolfes besonders: Sie seien oft gefragt worden, was die Stiftung mache. „Das zeigt uns, dass sie ein Teil des Gemeindelebens ist, so wie wir es beabsichtigen.“

Ausruhen wollen sich die Vorstandsmitglieder nicht: „Wir sammeln weiter.“ Je höher das Gründungskapital, das die Stiftung in jedem Fall sicher anlegen muss, umso mehr Möglichkeiten hat sie, sich finanziell zu engagieren.

Viele Pläne

Der Stiftungsvorstand hat sich einiges vorgenommen. Da ist zum einen der Wunsch, das wohl 1686 errichtete Gebäude zu erhalten und zu pflegen. Das Augenmerk des Stiftungsvorstandes liegt aber nicht allein auf der Kapelle, die Ende des 19. Jahrhunderts zu einem wichtigen Bestandteil des neu angelegten, inzwischen aber entwidmeten Friedhofs wurde. Die Unterstützer möchten weitere Projekte fördern, mit dem Ziel, die Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit in der Gemeinde zu vernetzen und die Gemeindearbeit lebendig zu halten. Auch an Pilgerfahrten für Jugendliche und junge Erwachsene ist gedacht. Die Stiftung möchte eine Brücke schlagen aus dem kirchlich-religiösen Raum in den Alltag.

„Wir planen aber auch, eine Gemeindepartnerschaft ins Leben zu rufen“, sagt Bernd Rolfes. Mit dem Ziel, sich auszutauschen und zu erfahren, wie Gemeindearbeit in anderen Ländern funktioniert. Der Impuls solle von der Gemeinde ausgehen, „die Stiftung wird finanziell unterstützen“. Viel Geld wird die Stiftung für eine Sanierung des Kapellendaches aufbringen müssen. Wer die Stiftung unterstützen möchte, wendet sich an Bernd Rolfes, 02238/81813.

– Quelle: http://www.ksta.de/22450474 ©2017