Stiftung will Brücken bauen

Foto: Machnik

Die Barbara-Kapelle am Rande des Barbara-Parks in Pulheim ist ein Kleinod. Um das Gebäude zu erhalten und zu pflegen, haben sich Vertreter der katholischen Kirchengemeinde St. Kosmas und Damian – des Pfarrgemeinderates und des Kirchenvorstandes – auf den Weg gemacht. Ihr Ziel: Sie möchten eine Stiftung gründen, benannt nach der heiligen Barbara.

 

 

Das Augenmerk der Stiftung, die sich gerade gründet, ist aber nicht allein die Kapelle, die vermutlich 1686 errichtet und gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu einem wichtigen Bestandteil des neu angelegten, inzwischen aber entwidmeten Friedhofs wurde. „Wir möchten weitere Projekte fördern mit dem Ziel, die Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit in der Gemeinde zu vernetzen und die Gemeindearbeit lebendig zu halten“, sagt Vorstandsmitglied Birgit Engelmann. Gedacht ist auch an Pilgerfahrten für Jugendliche und junge Erwachsene.

Die Stiftung möchte eine Brücke schlagen aus dem kirchlich-religiösen Raum in den Alltag. Die Barbara-Kapelle ist dabei als ein Symbol für die Gemeinde an sich und „das, was die Gemeinde ausmacht“ zu verstehen“, darum solle sie stärker in das Bewusstsein der Menschen gerückt werden, sagt Birgit Engelmann.

Suche nach Partner

Die Stiftung plant auch, die Gemeinde mit einer anderen europäischen, aber deutschsprachigen zu vernetzen. „Wir möchten uns austauschen, um zu erfahren, wie Gemeindearbeit in anderen Ländern gelebt wird“, sagt Birgit Engelmann. Zurzeit sei die Stiftung auf der Suche nach einer Partnergemeinde. „Wir haben diverse Projektideen, aber wichtig ist es jetzt erst einmal, die Stiftung zu gründen.“ Die Hürde dafür ist recht hoch – bis zum Sommer muss die Stiftung 25 000 Euro als Mindeststiftungskapital aufbringen. Einen großen Batzen – 11 800 Euro – hat sie schon zusammenbekommen. Zu den Spendern zählen etwa der BDKJ und der Männerchor Pulheim. Um die Summe zu beschaffen, werde der Vorstand die Stiftung immer weiter bekanntmachen. „Wir sind dabei auf Privatleute und Unternehmen angewiesen.“

Das Ziel, das Geld bis zum Sommer zusammenzubekommen, hat sich die Stiftung aus einem Grund gesteckt: „Das Erzbistum Köln fördert zurzeit eine limitierte Zahl an Stiftungsinitiativen. Wenn wir selbst das Stiftungskapital von 25 000 Euro aufbringen, erhalten wir vom Erzbistum noch einmal die gleiche Summe dazu. Deshalb ist es unser Ziel, mit der Barbara- Stiftung die Grenze von 25 000 Euro zu überschreiten.“ Auf finanzielle Unterstützer wird die Stiftung auch bei der Restaurierung der Barbara-Kapelle, angewiesen sein: „Es steht eine größere Dachsanierung an.“

Der Vorstand ist zuversichtlich, dass er sein Ziel mit der Hilfe vieler erreichen wird. „Denken wir erst einmal positiv. Allerdings sind wir gerade erst dabei, die Halbwertmarke zu knacken. Aber auch wenn wir das finanzielle Ziel nicht erreichen: Wir werden auf jeden Fall die Stiftung gründen – auch mit weniger Anfangskapital, da wir in der Barbara-Stiftung einen wertvollen Beitrag für die weitere Gemeindearbeit sehen.“ Wer die Stiftung unterstützen möchte, kann sich bei Vorstandsmitglied Bernd Rolfes, 02238/81813, melden.

– Quelle: http://www.ksta.de/1842544 ©2017 von Maria Machnik